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Escuela Latinoamericana en Friburgo
«Elsa Cladera de Bravo»



ESCUELAS
«Elsa Cladera de Bravo» 1922-2005

Lehrerin, Kämpferin für soziale Gerechtigkeit, Emigrantin

Elsa Cladera de Bravo kommt am 3. Februar 1922 in Oruro, Bolivien zur Welt. Ihr Elternhaus ist geprägt durch einen Vater mit progressivem Gedankengut, der Jurist und Bürgermeister von Oruro ist und unerwartet früh stirbt.

Elsa wird Volksschullehrerin und Mitglied der Lehrergewerkschaft Boliviens. 1943 heiratet sie Fernando Bravo, Lehrer und Universitätsprofessor in Oruro und La Paz. Zusammen führen sie ein politisch engagiertes Leben. Sie kämpfen für bessere Lebensbedingungen und für soziale Gerechtigkeit in Bolivien. Sie werden Eltern von drei Töchtern: Elsa Nadezhda, Emma Bolschia, Maria Alejandra.

Als Lehrerin engagiert sich Elsa für Erziehungsreform, für eine konfessionsfreie Schule, für Koedukation. Nach der Revolution von 1952 beteiligt sie sich in der nationalen Alphabetisierungs-Kampagne. Gleichzeitig organisiert und gründet sie Frauenorganisationen wie: „Alianza de Liberación de la Mujer Latinoamericana“, „Unión de Mujeres de Bolivia“.

1962, Fernando Bravo ist Leiter der Lehrergewerkschaft. Für Lohnerhöhungen wird der Generalstreik organisiert. Danach wird Fernando Bravo krank und stirbt an den Folgen von Folterungen vorangegangener Gefangenschaften. Elsa führt die Lehrerbewegung und die Gewerkschaft als begnadete Leiterin auf regionaler und nationaler Ebene weiter. Sie übernimmt verschiedene Ämter. Sie wird Vertreterin im Volkskongress, im revolutionären Volkskomitee, Sekretärin der Arbeiterzentrale.

Im Konfliktjahr 1971 wird Elsa zur COB-Abgeordneten (Dachverband der bolivianischen Arbeiterschaft) für die Volksversammlung gewählt. Sie wird eine der drei ersten Frauen im Parlament Boliviens. Der Putsch von General Banzer zwingt Elsa und ihre Töchter zur Flucht nach Chile. Ihr Haus in Santiago wird Sitz der COB und Treffpunkt der exilierten BolivianerInnen.1973 Putsch in Chile. Elsa gehört mit ihren Töchtern zu den ersten 200 Flüchtlingen, die in der Schweiz Aufnahme finden.

Im Exil setzt sich Elsa aktiv für die Solidaritätsarbeit mit Lateinamerika ein und denunziert die Diktaturen Lateinamerikas. Sie reist durch Europa und nimmt Kontakt mit Flüchtlingen auf. Ihr Leben im Exil ist nicht einfach, ihre Gesundheit verschlechtert sich. Trotzdem setzt sie sich weiter für unzählige Menschen in der Emigration ein. Ihr Haus wird zum Treffpunkt für legale und illegale MigrantInnen.

Nach 1990 wäre Elsa gerne nach Bolivien zurück gekehrt, was ihre Gesundheit aber nicht zulässt. In den letzten Lebensjahren bleibt Elsa an den Rollstuhl gebunden. Sie stirbt am 27 Juni 2005. Ihre Überreste wurden nach Bolivien gebracht. Elsa hat in ihrem Leben viele Menschen unterstützt, ihnen Kraft und Mut gegeben.
(Text ohne Titel: 2640 Zeichen)

Als Bildlegende oder Kästchen:
„Das Recht der Frau zu arbeiten ist eine der wichtigsten Forderung im Kampf für die weltweite Emanzipation der Frauen. Die Voraussetzung der Gleichberechtigung von Frau und Mann bedeutet Teilhabe an der Produktion und den sozialen Errungenschaften wie aktive Teilnahme am wirtschaftlichen und politischen Leben.“

Autorinnen: Alejandra Bravo, Therese Wüthrich
Foto: von Alejandra Bravo zur Verfügung gestellt

Adresse für die Zustellung des Kalenders:
Alejandra Bravo Siebel
ch. du Couchant 22
CH-1752 Villars-sur-Glâne / FR




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