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http://www.liladowns.com (Foto: Lila Downs home page) |
7.7. - 20h - Wenkenpark |
Lila Downs (México)
Sängerin Lila Downs ist ein Kind zweier Welten. Die Tochter eines schottisch-amerikanischen Filmemachers und Malers und einer indianischen Sängerin wuchs in Oaxaca im Süden Mexikos auf, heute lebt sie in New York. Downs studierte Musik und Anthropologie in Oaxaca und an der University of Minnesota. Sie schöpft aus ihren mexikanischen Wurzeln, greift auf Volkslieder ihres Landes zurück und singt eigene Kompositionen. Es waren die Lieder der Menschen ihrer Heimat, die Lila Downs veranlassten, überhaupt mit dem Singen anzufangen – in den indianischen Sprachen Mexikos ebenso wie auf Spanisch und Englisch. Ihre Musik ist eine kunstvolle Mischung aus Traditionellem und Modernem – aus Jazz, Afro-Percussion und indianischen Musikkulturen. International bekannt wurde sie durch einen Gastauftritt als Sängerin in dem preisgekrönten Film „Frida“, einem Porträt der mexikanischen Malerin Frida Kahlo, gespielt von Salma Hayek.
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www.culchacandela.de (Foto: inselvolk.li) |
19.7. - 20h - Marktplatz |
Culcha Candela (Colombia / Alemania)
In der achtköpfigen Formation Culcha Candela spiegelt sich die neue multikulturelle Wirklichkeit der urbanen Zentren Deutschlands: Die zwei in Kolumbien geborenen Rapper Don Cali und Lafrotino und sechs Größen aus der Welt des Berliner Soundsystem- und DJ-Umfelds kreuzen seit 2001 im Dreieck von HipHop, Raggamuffin und Salsa – so erfolgreich, dass sie es binnen zweieinhalb Jahren zum Support Act von Gentleman geschafft haben. "Feurige Kultur" bedeutet ihr bilingualer Name, und unter diesem Motto präsentiert sich ein Mestizo-Sound, wie man ihn in so schlüssiger Form in unseren Breiten bisher kaum hören konnte: Hier wird in Patois getoastet, auf Spanisch und Deutsch gerappt, der Refrain ertönt in englischer Zunge. Stets partytauglich, aber auch immer mit einer gehörigen Portion kritischen Bewusstseins mit verbalen Giftpfeilen gegen die Tagespolitik.
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http://www.juanes.net (Foto: columbiaestereo.com) |
24.7. - 20h - Marktplatz |
Juanes (Colombia)
Dass Juan Esteban Aristizábal, genannt Juanes, das gewisse Etwas hat und als Frauenschwarm schlechthin durchgeht, ist unumstritten. Ihn auf den feurigen, kolumbianischen Beau zu reduzieren, wäre jedoch ein großer Fehler. Dem widerspricht allein schon sein außergewöhnlicher Erfolg, den der 33-Jährige mit seiner Musik feiert. Mit dem Sommerhit „La Camisa Negra“ („Das schwarze Hemd“) landete der ausschließlich auf Spanisch singende Juanes nicht nur in Deutschland, sondern auch in zahlreichen weiteren Ländern der Welt auf Platz eins.
Seine Konzerte in Hamburg und Berlin mussten in deutlich größere Hallen verlegt werden, er trat im Madison Square Garden in New York auf und in Europa und Lateinamerika in großen Fußballstadien. Zu einem Konzert in seinem kolumbianischen Heimatort Medellin, einst Hochburg der Drogenmafia und eine der gefährlichsten Städte der Welt, kamen im vergangenen Jahr 150.000 Menschen. Der „berührende Poet“ (New York Times) singt von Liebe und Verlust, Krieg und Gewalt und den täglichen Überlebenskämpfen der Menschen.
Die Friedenshymne „A Dios Le Pido“ („Ich frage Gott“) ist ein leidenschaftlicher Appell für ein Ende des Blutvergießens in Kolumbien. Juanes’ Lieder sind pathetisch, anrührend und emotional und doch kein Sozialkitsch; der Ton ist sehnsuchtsvoll und romantisch, aber nicht anklagend. Juanes singt vom Schicksal der Landminenopfer und beschreibt den Riss durch die kolumbianische Gesellschaft, der auch Liebende entzweit. Die Washington Post lobte ihn denn auch als „aufrüttelnde Stimme der Hoffnung“ - und das Times Magazine zählt ihn gar zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt.
„Der heißeste Singer-Songwriter, den Lateinamerika derzeit zu bieten hat.“ (New York Times)
„Juanes ist ein Riesenstar, live wird man momentan wohl kaum eine bessere Party erleben können.“ (Boston Globe)
„Seine Live-Auftritte sind atemberaubend.“ (Los Angeles Times)
„Es ist ergreifend.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Die Stimme des Volkes.“ (Der Spiegel)
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http://www.kevinjohansen.com (Foto: redhouseagency.com) |
29.7. - 20h - Wasserschloss Inzlingen |
Kevin Johansen & The Nada (Argentinien)
Der Argentinier mit dem skandinavischen Namen verkörpert, was Globalisierung im positiven Sinne heißen kann: eine neue Balance der Kulturen, der Sprache, der musikalischen Stile und letztlich der Identität; City Zen (so der Titel seiner neuesten CD) als Programm. Seine Musik verwandelt das Dilemma der Migration und der kulturellen Entwurzelung in eine neue Kraft. Sie schafft aus Milonga und Flamenco, aus Tango, Bossa nova, und American Folk die Balance einer eigenen, neuen und nicht nur musikalischen Identität - wie Juanes, Manu Chao, die Ojos de Brujo, Mercan Dede und die anderen Seelenverwandten aus den Metropolen der Welt.
Geboren in Alaska, aufgewachsen in Argentinien, zog Kevin Johansen als junger Mann mit der Gitarre unterm Arm nach New York, und kehrte zehn Jahre später, mit einer Demo-CD in der Tasche und um etliche (nicht nur musikalische) Erfahrungen reicher, nach Buenos Aires zurück. Das war im Jahr 2000, in der größten Wirtschaftskrise des Landes und alle, die ihn kannten, hielten ihn für verrückt.
Mittlerweile zählt Kevin Johansen mit seiner Band „The Nada“ zu den angesagtesten Musikern des Landes; er wurde im vergangenen Jahr für einen Latin-Grammy nominiert und kommt nun im Sommer 2006 erstmals nach Deutschland und Europa.
Er singt in Englisch und Spanisch, seine Cumbia swingt, und seine Lieder sind von Leonard Cohen, Tom Waits und REM im gleichen Maße inspiriert wie von den Liedern der großen Sänger Südamerikas: Gilberto Gil, Caetano Veloso, Jorge Drexler oder Tom Ze. Die natürliche Antwort eines Künstlers, der sich allen Kategorien widersetzt.
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http://www.crammed.be (Foto: estadao.com.br) |
3.8. - 20h - Rosenfelspark |
Cibelle Cavalli (Brasil)
Cibelle Cavalli ist die Galionsfigur eines neuen Latin-Pop, an dem nicht einmal mehr Reste der üblichen Brasil-Klischees haften. Das ehemalige Model entwickelte ein ganz eigenes Klanguniversum, das mal Züge von Neo-Folk trägt, dann wieder mit symphonischen Elementen aufwartet, aber auch der Sparte Electronica verpflichtet ist. Feinsinnige Computerbeats und gezähmter Drum’n’Base grundieren ihre elfengleiche Stimme mit einem hauchend-blumigen Timbre. Drum herum schwirren Harfensounds, Glockenspiele, Kindertrompeten und feinstes akustisches Fingerpicking. Synthetisch-erotischer Elektro-Akustik-Pop made in Brazil.
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http://www.amparanoia.com (Foto: fatea-records.co.uk) |
3.8. - 20h - Rosenfelspark |
Amparo Sánchez (España)
Amparo Sánchez wird oft als weibliche Manu Chao bezeichnet und in der Tat hat sie von ihrem Mentor viele Impulse empfangen. In Madrids multikulturellem Viertel Malasana entstand vor zehn Jahren ihre Band Amparanoia, die einen ausgekochten Mestizo-Sound fabriziert: Kreisende Salsa-Muster schliddern in Polka-Punk hinein, Reggae und Ska kreuzen sich mit melancholischem Balkan-Schmelz, Rumba flirtet mit Cumbia und Bolero. Mit ihrer frechen, unglaublich spontanen, durchdringenden Stimme hat Amparo Sánchez das Zepter auf der Bühne stets in der Hand. Für die Sängerin ist der dunkel anmutende Bandname durchweg positiv besetzt – denn „Paranoia“ steht in Spanien auch für eine innere Neugierde, die unbedingt ein Ventil braucht. |
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