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CONFERENCIAS
— BURGDORF. Sabine August: «Mythische und schamanische Reisen - Zurück zum Ursprun», Ethnologin und Geografin (SG), 17.09.09 - 19h30, Gemeindesaal (Kirchbühl 23), BURGDORF. Während 1541 ein spanisches Expeditionsheer unter Francisco de Orellana entlang des Amazonas-Flusses vergeblich von den Goldschätzen El Dorados träumte, und ihm viele andere folgten, begibt sich die heutige indigene Bevölkerung immer noch rituell auf den Weg zurück zu ihrem mythologischen Ursprung: eine Reise in eine andere, die wahre Wirklichkeit. Anhand der Himmelsflüge der Shipibo-Schamanen aus Peru und der mythischen Urzeitreise mit dem Anakonda-Kanu bei den Tukano in Brasilien und Kolumbien wird das indigene Weltbild Amazoniens nachgezeichnet.
— BURGDORF. Alexander Brust: «Museumssammlungen in der Schweiz und kulturelle Erneuerungsbewegungen
Bei Amazonas-Indianern in Brasilien», Konservator Amerika, Museum der Kulturen Basel, 15.10.09 - 19h30, Gemeindesaal (Kirchbühl 23), BURGDORF. In den letzten Jahren besinnen sich Indigene im brasilianischen Amazonas-Gebiet vermehrt auf die eigenen Traditionen: Indigene Lehrer unterrichten ihre Schüler heute in der Bedeutungen der Körperbemalung und von Ritualen; Jungendliche machen sich neue Techniken zu nutze und dokumentieren Musik, Tanz oder Gesang mit Video. Aber auch dem materiellen Kulturerbe messen Indigene grosse Bedeutung bei. Sie nutzen dabei Museumssammlungen als Quellen, Gegenstände zu konsultieren, die sie heute nicht mehr selbst herstellen. Da die Schweiz wichtige Sammlungen zur Geschichte des Amazonas-Gebietes aufbewahrt, treten die Repräsentanten indigener Gemeinschaften immer häufiger an hiesige Museen mit dem Wunsch heran, dass hier aufbewahrte Kulturerbe besichtigen zu können.
Der Vortrag geht den Hintergründen der Revitalisierungsbestrebungen nach und stellt neuere Projekte vor, die das Museum der Kulturen Basel in Zusammenarbeit mit indigenen Vertretern, Ethnologen und Journalisten organisiert hat, um die in der Schweiz befindlichen Zeugnisse der Vergangenheit ihren Herkunftsgemeinschaften zugänglich zu machen.
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